Trend. Meiner.

Diese zwei Worte konnte man in den vergangenen drei Tagen öfter als Artikelüberschrift lesen. Angefangen damit hat Cem Basman, aufgegriffen haben es u. a. Nico Lumma, Felix Schwenzel, Sven Dietrich, Sebastian Keil, Herr Bertling und Frank Bültge. Spontan entwickelte sich daraus eine Mini-Blogparade, die aber inzwischen schon wieder beendet wurde.

Wie bitte, die Party ist schon vorbei? Nun, das hindert mich jedoch gar nicht, trotzdem mitzufeiern:

Trend. Meiner.

Bloggen bleibt das Zentrum. Integraler Bestandteil ist der Feedreader mit derzeit ca. 250 abonnierten Blogs. Alles andere ist eher nebensächlich: Facebook ist am ehesten mein persönliches soziales Netzwerk. Annähernd alle meiner dortigen “Freunde” kenne ich persönlich. Microblogging und Linkschleuder. Nach einer anfänglichen Euphorie benutze ich Google+ seltener. Teilweise ganz andere Kreise als in Blog, Facebook und Twitter – deshalb gute, zusätzliche Inspirationsquelle. Twitter hat wiederum ein anderes Umfeld. Auch teilweise andere Quellen als über die anderen Medien. Schwankt zwischen Zusatzbelustigung beim #Tatort, Linkschleuder und zusätzlichem Newsstream neben den anderen Medien.

Trends. Andere.

Es liegt wohl am Jahreswechsel, dass im Moment wieder extrem viele Metagedanken durch die Blogosphäre schwirren. Im Dezember rief Robert Basic zu einer entsprechenden Blogparade auf, an der sich immerhin 33 Blogger beteiligten.

Anfang des Jahres entdeckten einige wieder die Lust am Bloggen. Neben meiner Wenigkeit am 1. Januar am 6. Januar auch Christian Holst auf dem KULTURBLOG:

So, da bin ich wieder. Zu meinen guten Vorsätzen für das neue Jahr gehört es, das Kulturblog zu reanimieren. Der erste Schritt ist hiermit gemacht.

Weiter unten im Artikel resümiert er nach Ausführungen zu einer Social-Media-Müdigkeit:

Dass das so ist überrascht nicht, sondern entspricht einer Logik, der jeder Hype folgt, wie der sogenannte Hype-Cycle deutlich macht. Nach einer Phase der Euphorie kommt zwangsläufig die Ernüchterung. Diese Logik impliziert aber auch dass man auf der Abfahrt vom Euphorie-Peak ganz schön Tempo aufnimmt. Deswegen glaube ich, dass es eine gute Zeit ist, das Bloggen wieder aufzunehmen.

Am selben Tag, ebenfalls am 6. Januar, entdeckt auch Manuela Hoffmann wieder die Lust am Bloggen:

Kurz und schmerzlos: Ich habe wieder Lust zu schreiben.

Daraufhin konstatiert auch der admartinator:

Blogs sind tot. Neee, Moment. Das war mal. Derzeit total der Hype – ihr habt es nur vielleicht noch nicht gemerkt – dient das persönliche Blog wieder dem Zweck, den es ursprünglich mal gehabt hat.

Tags drauf nimmt David Hellmann darauf Bezug:

Recht hat er damit. Was bringt es einem wenn viele deinen Blog lesen. Es müssen die Richtigen deinen Blog lesen. Die besten Beiträge sind die, wo nette Diskussionen entstehen. Wo Autor und Besucher sich austauschen.

Damit lenkt er den Focus auf das Thema Blogs und Kommentare. Bereits im vergangenen August wurde auf Basic Thinking grundsätzlich darüber nachgedacht, ob Blogkommentare tot seien. Letzte Woche wurde das Thema dort erneut aufgegriffen und darüber nachgedacht, ob man die Kommentarfunktion nicht besser gleich ganz abschalten solle. Sebastian Fiebiger hat darauf eine kurze, prägnante Anwort:

Ein Blog ohne Kommentare, ist kein Blog.

Auch Vladimir Simovic resümiert nach Abwägen von Für und Wider:

Dennoch, bin ich auf jeden Fall für eine Kommentarfunktion im Blog. Trotz Spammer, Trolle und sonstiger netter Gesellen bin ich dankbar für Kommentare, wie es heute […] geschrieben hat: eine gute Ergänzung zum Artikel.

Fazit. Meins.

Ich habe es bereits im vergangenen Sommer in Zusammenhang mit dem beginnenden Google+-Hype geschrieben:

Social Networks kommen und gehen – Blogs bleiben.

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