Musik

Erst am letzten Sonntag habe ich ein Viralvideo vorgestellt – heute stelle ich wieder eines vor. Diesmal passend zu der 34. Folge meiner Serie “Donnerstag = Multitrack-Video-Tag”. Manche(r) wird sich vielleicht wundern, was die 33. Folge war: Das war mein Beitrag zum Wagnerjahr. Das Video, welches ich heute hier vorstellen möchste, stammt von dem Physikstudenten Tim Blais. Dieser nennt sein Projekt “A Capella Science“. Der Name ist Program: Mittels A-Cappella-Multitrack-Videos versucht er komplizierte Sachverhalte der Physik auf sehr unterhaltsame Art und Weise darzustellen. Sein jüngstes Werk – Bohemian Gravity – hat, wie der Name bereits erahnen lässt, die Bohemian Rhapsody von Queen zur Grundlage. Dazu hat er einen neuen Text, ein komplexes Vokalarrangement, das er komplett selbst darbietet, und ein aufwändiges Multitrack-/Splitscreen-Video erstellt. Fertig ist das Edutainment in Sachen Stringtheorie. Und ja, ich gebe zu, ich habe sie auch auf diese Art und Weise noch nicht vollständig verstanden. Aber ich habe mich großartig unterhalten gefühlt! » Weiterlesen

Bierflaschen vorm Festsielhaus in Bayreuth

Pilgerreise zu Bier und Festspielen in Bayreuth

Gestern gingen am grünen Hügel die Bayreuther Festspiele 2013 mit Richard Wagners “Tannhäuser” zu Ende. Regelmäßigen Lesern dieses Blog dürfte bekannt sein, dass auch ich bereits viermal (vgl. meine Berichte 2007, 2011 und 2013) zu dieser Festspielstätte gepilgert bin. Und da ich mich eher als Musiker denn als Musikwissenschaftler sehe, liegt mir eine theoretische Auseinandersetzung mit der Musik Richard Wagners nicht so sehr wie eine künstlerische. Getreu dem Motto meines geschätzten Musiktheorie-Professors Otfried Büsing “Kunst kann man nur mit Kunst beantworten”, stelle ich hier also meine persönliche Auseinandersetzung mit dem (zweiten) Pilgerchor aus der Oper “Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg” vor. » Weiterlesen

Den Song Cups (When I’m Gone)” hat in den letzten Monaten wohl fast jeder gehört bzw. gesehen. Einen großen Bekanntheitsgrad hat er durch den Film “Pitch Perfect” erlangt. In diesem Film präsentiert die Hauptdarstellerin Anna Kendrick den Song. Seine musikalischen und textlichen Wurzeln reichen in das Jahr 1931 zurück. Die Form, welche dem Song allerdings zu Weltruhm verhalf, geht auf das Duo “Lulu and the Lampshades” zurück, welche den Song “When I’m gone” der Carter Family mit einem einfachen Kinderspiel, dem sog. Cup game, kombiniert, bei dem durch das Klopfen auf einen bzw. mit einem Plastikbecher auf einem Tisch ein bestimmter Rhythmus erzeugt wird (YouTube-Link zur Version von “Lulu and the Lampshades”). Die genaue Evolution des Songs wird sehr detailliert bei Atomic Sam beschrieben. » Weiterlesen

Committed – a cappella group

Committed – a cappella group
Quelle: Facebook

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele A-cappella-Gruppen es weltweit gibt. Das Internet bietet die großartige Möglichkeit, viele von ihnen kennenzulernen. Und es ist höchst erstaunlich, wie viele dieser Gruppen auf einem exzellenten Niveau singen. Erst vorgestern habe ich wieder eine mir bis dato unbekannte Gruppe entdeckt: Committed. Die aus 6 Herren bestehende US-amerikanische Gruppe wurde 2003 an der Forest Lake Academy in Orlando, Florida zunächst als Quartett gegründet und über die Jahre an der Oakwood University in Huntsville, Alabama als Sextett weitergeführt. Einem breiteren Publikum in den USA wurde die Formation durch ihre Teilnahme an der zweiten Staffel von “The Sing-Off”, einem Talentwettbewerb für A-cappella-Gruppen der NBC, bekannt. In der Jury saß damals u. a. Ben Folds (regelmäßige Leser dieses Blogs werden sich erinnern …). Und siehe da, die 6 sympathischen Herren gewannen den Contest! » Weiterlesen

Bei den zur Zeit in Deutschland herrschenden Temperaturen wird einem die Bedeutung der chemischen Verbindung H2O ganz besonders bewusst. Auf einige Besonderheiten von Wasser habe ich bereits vor einiger Zeit hingewiesen. Worüber sich viele Menschen dabei jedoch nicht bewusst sind, ist, dass man Wasser, bzw. die Klänge, die man damit erzeugen kann, auch sehr gut als Ausgangsmaterial für Musik benutzen kann. Dies hat der Kanadier Andrew Huang kürzlich eindrucksvoll in einem schönen Splitscreen-Video bewiesen, welches ich heute in meiner Serie “Donnerstag = Multitrack-Video-Tag” vorstellen möchte. Alle Klänge – außer dem Gesang – sind einzig und allein mit Hilfe von Wasser in verschiedenen Zuständen produziert worden: » Weiterlesen

Vor etwa drei Stunden ging die Eröffnungspremiere der Bayreuther Festspiele 2013 mit der Wiederaufnahme des “Fliegenden Holländers” in der Inszenierung von Jan Philipp Gloger, unter der Leitung von Christian Thielemann zu Ende. Während ich diese Zeilen schreibe, dudelt aus dem Fernseher im Nebenzimmer die zeitversetzte Übertragung in der ARD. Die Inszenierung war vor ihrer Premiere 2012 wegen Tätowierungen des vorgesehen Titelhelden, des Bassbaritons Evgeny Nikitin, mit nationalsozialistischen Symbolen in die Schlagzeilen gekommen. Über die Inszenierung selbst las man hinterher dann aber eher Begriffe wie “brav” oder gar “Rumstehtheater”.

Wie bereits 2004, 2007 und 2011 hatte ich dank meines Freundes Rainer die Gelegenheit, mir im Festspielhaus vorab drei Generalproben anzusehen und anzuhören: Eben diese Inszenierung des “Fliegenden Holländers” und zwei Opern aus der Neuinszenierung des Rings durch Frank Castorf: Das Rheingold und Siegfried.

Abermals war auf den Generalprobenkarten zu lesen:

Eine öffentliche Kritik der besuchten Generalprobe ist grundsätzlich untersagt.

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Passend zum Michael-Jackson-Gedenktag vorgestern möchte ich heute einen Multitrack-Video-Künstler vorstellen, der zwei seiner bisher drei veröffentlichten Videos Titeln des verstorbenen King of Pop widmet: Inhyeok Yeo. Die beiden Tribute an Michael Jackson des in Korea geborenen und derzeit in Japan lebenden Künstlers zeichnen sich vor allem durch zwei Merkmale aus:

  1. Die Arrangements sind sehr ausgefeilt und erweitern die Harmonik der zugrundeliegenden Titel zwar subtil, aber dennoch deutlich in Richtung mehr Komplexität.
  2. Die Titel werden durchgehend a cappella vorgetragen, und das auch noch von Inhyeok Yeo ganz alleine. Außer seiner Stimme und den Geräuschen, die er mit seinem Mund und seinem Atem hervorbringt, erklingt nichts in seinen Videos. Und dies auf hochvirtuosem Niveau!

Doch seht und hört selbst: » Weiterlesen

Heute vor vier Jahren wurde in Los Angeles, um 14:23 Uhr Ortszeit (23:26 Uhr MESZ) der King of Pop, Michael Jackson, für tot erklärt. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie sich die Nachricht über MJs Tod in dieser Nacht in Windeseile via Twitter und andere Kanäle verbreitet hat. Heute, vier Jahre später, reißen die Spekulationen um seinen Tod und dessen Ursachen nicht ab. Den Titel “King of Pop” behält er aber immer noch unangefochten, und das wird wohl noch einige Zeit der Fall sein.

Ein Grund für diesen Titel ist sein unnachahmlicher Gesangsstil. Dieser ist sehr gut zu hören in folgendem sog. “Isolated Track”, einer Tonspur, die im vorliegenden Fall nur einen durchgehenden Beat und darüber Michael Jacksons Stimme enthält: » Weiterlesen

Es ist mal wieder Donnerstag. Außerdem habe ich länger hier nichts gebloggt, was dazu geführt hat, dass ich inzwischen bei den Ironbloggern Berlin mit insgesamt 25 € in der Kreide stehe. Um zu verhindern, dass ich dort (vorerst) ganz rausfliege, nutze ich die Gelegenheit und widme mich einem sehr interessanten Thema in Zusammenhang mit Multitrack-Videos: Kollaborationen (collaborations).

Ein gutes Beispiel für eine solche Kollaboration ist die Gruppe Accent. Hervorstechendstes Merkmal dieser A-cappella-Formation ist, dass die 6 Mitglieder aus 5 Nationen stammen: » Weiterlesen

Nachdem ich in der letzten Woche in der Serie “Donnerstag = Multitrack-Video-Tag” bereits ein Video, das maßgeblich durch das wunscherschöne Instrument Kazoo bestritten wird, vorgestellt habe, widme ich den heutigen Beitrag nun einem Künster, der einen großen Teil seines Schaffens mit diesem herrlichen Instrument gestaltet: Mister Tim. Dieser vielseitig begabte und tätige Musiker schreibt auf seiner Website:

“The world’s most elegant instrument.”
–no one ever said this, ever

Mister Tim has found fame (and enlightenment) as a practitioner of the kazoo. His wildly popular YouTube kazoo videos have been seen (and imitated) around the world.

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